Ein prominenter Punkt im Pflichtprogramm bei einem Besuch unserer Hauptstadt dürfte das Reichstagesgebäude sein.
Das von 1884 bis 1894, nach den Plänen des Architekten Paul Wallot, erbaute Gebäude beherrbergte zunächst den Bundesrat und anschließend den Reichstag des Kaiserreiches. Nach der Abdankung des Kaisers rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann am
09. November 1918 vom Balkon des Reichstagesgebäudes die Republik aus. Das Parlament der nun folgenden Weimarer Republik nahm ebenfalls seinem Sitz im Reichstagsgebäude.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde das Gebäude durch den Reichstagsbrand stark beschädigt. Da die Nazis bekanntlich kein Parlament benötigten, wurde das Gebäude nicht wieder hergerichtet. Weiteren Schaden durch den Reichstagsbrand erlitt das Gebäude durch die Bombenangriffe der Alliierten Mäche und die Schlacht um Berlin 1945.
In den 1960-er Jahren wurde das Gebäude als Zweckbau für Ausstellungen und Sonderveranstaltungen hergerichtet.
Das Reichstagsgebäude, das direkt an der Grenze zum Sowjetischen Sektor gelegen war, rückte erst mit dem Mauerfall am 09. November 1989 und der Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990 wieder in den Fokus. Schließlich erlangte Berlin mit der Wiedervereinigung wieder den Status der Hauptstadt Deutschlands.
Vom 24. Juni bis zum 7. Juli 1995 verhüllten Christo und Jean - Claude mit 100.000 Quadreatmeter Polypropylengewebe, rund fünf Millionen Menschen kamen um dieses Kunstwerk zu sehen. Anschließend begann der Umbau zum Tagungsgebäude des Deutschen Bundestages. Die Entwürfe hierfur stammten von dem britischen Architekten Norman Foster.
Führungen durch das Reichstagsgebäude oder den Zugang zur Dachterasse und die Kuppel des Gebäudes muss man vorab buchen. Der Zutritt ist für den Besuchenden kostenfrei.
Über meine Versäumnisse mölchte ich hier nichts sagen, aber zumindest habe ich vor Ort ein Zeitfenster für den Besuch der Dachterasse und der Kuppel berkommen.
Von der Dachterasse und aus der Kuppel biete sich ein grandioser Ausblick auf die Stadt.
Da man für den Auf - und Abstieg jeweils andere Wege geht, gibt es kein Gedrängel und man kann sich entspannt von einem, ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellten, Audioguide leiten lassen. Der Zugang ist grundsätzlich barrierefrei, allerdings gibt es innerhalb der Kuppel keinen Fahrstuhl.

Das Innere der Kuppel wird von einer gewaltigen, konisch geformten, Spiegelsäule geprägt.
Sie leitet das Tageslicht in den darunterliegenden Plenarsaal.
Rechts ist ein bewegliches Beschattungselement zu sehen, Es dient dazu den direkten Einfall der Sonnenstrahlen zu mindern und um Überhitzung zu vermeiden


Um zumindest einen der Türme mit der deutschen Flagge zu zeigen.
Die Farben Schwarz - Rot - Gold sind historisch und stehen für Freiheit und Vielfalt.
Vom Hambacher Fest 1832, über das erste deutsche Parlament in der Paulskirche zu
Frankfurt 1848, zur ersten Deutschen Republik 1918 - 1933
und der Flagge der Bundesrepublik Deutschland ab dem 23. Mai 1949.
Wir haben allen Grund unsere Flagge zu ehren und zu achten.
Überlassen wir sie also nicht denen, die unsere Freiheit, Vielfalt, Toleranz, Offenheit und Demokratie zerstören wollen.

Kurzes Fazit : Ein tolles Erlebnis das ich nur weiterempfehlen kann.
Jetzt ganz oben auf meiner Bucket List : Besuch des Reichstagesgebäudes unterhalb der Dachterasse, insbesondere des Plenarsaales. Vielleicht sogar zu einer Sitzung des Deutschen Bundestages. Sozusagen ein Besuch in der Herzkammer der Demokratie unseres Landes.
Ich hoffe dass ich einen kleinen Einblick an diesen erlebnisreichen Besuch habe geben können.
Kritik, Anregungen und eigene Gedanken bitte ich im Gästebuch zu hinterlassen. Und schreibt bitte dabei wenn Ihr Euch auf ein bestimmtes Kapitel bezieht -. das macht es auch für mich nachvollziehbarer.
Es folgen noch ein paar mehr Kapitel über Berlin, schau doch bitte mal wieder rein.
