Stolz und Vorurteil

Theater im Museumsdorf Volksdorf und der Ohlendorff'schen Villa


Im Mai 2026 führte die Jugend – Theatergruppe des Walddörfer Sportvereins  im Museumsdorf Volksdorf und der Ohlendorff’schen Villa, nach einem Roman der britischen Schriftstellerin Jane Austen, das Stück „Stolz und Vorurteil“ (Originaltitel 1813 Pride and Prejustice) auf.

 

Mir war die Theatergruppe nur von dem alljährlich, im Walddörfer Sportforum aufgeführten, Weihnachtsmärchen bekannt. Nun aber hatte sich die Gruppe entschlossen sich an einen sehr anspruchsvollen Stoff zu wagen – und es ist gelungen.

 Die Truppe setzte sich, bis auf einen Erwachsenen der Mr. Bennet darstellte, ausschließlich aus Jugendlichen zusammen. Sie boten diesen anspruchsvollen Stoff überzeugend dar – ein Stück Stadtteilkultur vom Feinsten.

  

In dem Stück geht es im Kern um eine Liebesgeschichte.

 

Die Familie Bennet bemüht sich darum, ihre fünf Töchter standesgemäß zu verheiraten. Hierbei gibt es allerlei Verwicklungen, die auch aus den, innerhalb der Oberschicht, unterschiedlichen sozialen Ständen der Familien herrühren.

  

Ausgangslage: Der reiche Mr. Bingley zieht in die Nachbarschaft der Bennets und verliebt sich in Jane, die älteste Bennet-Tochter. Sein Freund, der noch reichere, aber arrogante Mr. Darcy, verhält sich abweisend und beleidigt Elizabeth.

  

Vorurteile & Stolz: Elizabeth entwickelt eine tiefe Abneigung gegen Mr. Darcy, besonders als sie glaubt, er hätte Jane und Bingley getrennt. Darcy verliebt sich jedoch zunehmend in Elizabeths scharfen Verstand, trotz ihrer geringeren sozialen Stellung.

 

Der erste Antrag: Mr. Darcy macht Elizabeth einen Heiratsantrag, betont dabei aber die soziale Unterlegenheit ihrer Familie. Elizabeth lehnt empört ab.

 

Wendung & Aufklärung: Durch einen Brief Darcys erkennt Elizabeth, dass sie Darcy und dessen Gegenspieler Wickham (einen charmanten Lügner) falsch eingeschätzt hat.

 

Auflösung: Als Elizabeths jüngere Schwester Lydia mit Mr. Wickham durchbrennt, rettet Darcy die Ehre der Familie im Geheimen, indem er die beiden zur Heirat bringt.

  

Happy End: Elizabeth erkennt Darcys edlen Charakter, überwindet ihr Vorurteil, und Darcy seinen Stolz. Die beiden heiraten, ebenso wie Jane und Bingley.

  

Der Roman zeigt deutlich die damals herrschenden Klassenunterschiede, gesellschaftlichen Verhältnisse sowie die Charaktermängel der Protagonisten auf.

 

 

Die Erzählerinnen bereiteten die Zuschauer auf die jeweils kommenden Szenen vor.
Die Erzählerinnen bereiteten die Zuschauer auf die jeweils kommenden Szenen vor.
Mrs. Bennet mit ihren fünf Töchtern
Mrs. Bennet mit ihren fünf Töchtern

Die Rolle der Elizabeth wurde an den drei Spieltagen von jeweils einer anderen Darstellerin dargestellt. Alle drei Darstellerinnen haben die Sache, auf ihre jeweils eigene Art, extrem gut gemacht. Da ich alle drei Aufführungen begleitet habe, konnte ich die Unterschiede gut bemerken. Es hat die Begleitung der Aufführungen um so reizvoller gemacht.

 

Die Schauspieler zogen, gemeinsam mit den Zuschauern,  innerhalb des Museumsdorfes und der Ohlendorff'schen Villa, von Kulisse zu Kulisse.

Drei weitere Darstellerinnen begleiteten die Aufführung als Erzählerinnen die die Zuschauer, auf dem Weg zum nächsten Spielort, auf die kommenden Szenen vorbereiteten. 

Die Lenkung der Zuschauer oblag den jüngsten Mitgliedern der Theatergruppe. Sie leiteten die Besucher von Station zu Station und wiesen sie in die Zuschauerbereiche ein.

Hier die drei Hauptdarstellerinnen in chronologischer Reihenfolge.

Mr. Bennet - ein Patriarch mit Gemüt
Mr. Bennet - ein Patriarch mit Gemüt

Die Auswahl der Bilder ist mir, angesichts ca. 1.000 Auslösungen und rund 300 fertig entwickelten Bildern aus den drei Tagen der Aufführung, schwer gefallen.

Ich hoffe, dass ich die schönsten Bilder erwischt habe. Wer die Wahl hat, hat halt die Qual.

Die Reihenfolge der hier gezeigten erhebt keinen Anspruch auf Entsprechung der Chronologie des Theaterstücks oder der Vollständigkeit der Szenen. Ich bitte mir das nachzusehen.

Bei der Aufführung kamen mehrere Pferdegespanne zum  Einsatz.
Bei der Aufführung kamen mehrere Pferdegespanne zum Einsatz.
Nachdem am zweiten Spieltag die, aufgrund der Vogelgrippe bestehende Stallpflicht für das Geflügel aufgehoben wurde, meinte der Chefputer des Museumsdorfes Otto sich an der Tanzszene beteiligen zu müssen. Er sorgte damit für einige Irritation.
Nachdem am zweiten Spieltag die, aufgrund der Vogelgrippe bestehende Stallpflicht für das Geflügel aufgehoben wurde, meinte der Chefputer des Museumsdorfes Otto sich an der Tanzszene beteiligen zu müssen. Er sorgte damit für einige Irritation.
Natürlich verabschiedete sich auch Puter Otto von seinen Bewunderern.
Natürlich verabschiedete sich auch Puter Otto von seinen Bewunderern.
Nicht zu vergessen: Der Regisseur.
Nicht zu vergessen: Der Regisseur.

Das waren jetzt sehr, sehr viele Bilder. Ich hoffe dass ich niemanden überfordert habe.

Ich danke dem Walddörfer Sportverein und dem Museumsdorf Volksdorf dass ich die Aufführungen habe begleiten dürfen.  

Es waren schöne und erlebnisreiche Abende.

 

Kommentare, Meinungen und Kritik bitte ich im Gästebuch zu hinterlassen.