Fährt man mit dem Auto von Berlin nach Hamburg, kommt man an Oranienburg vorbei. Die Stadt beherbergte von 1933 - 1934, auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei, das ursprüglich erste Konzentrationslager Preussens. Dieses wurde, da inmitten der Stadt gelegen, 1934 geschlossen und die Häftlinge in andere KZ überstellt.
1936 wurde dann das KZ Sachsenhausen als eine Art Schulungs - und Musterlager, welches von Architekten der SS geplant wurde, gebaut. Die Bauten wurden von Häftlingen errichtet, es entwickelte sich zu einem Vernichtungslager. Insgesamt waren hier zwischen 1936 und 1945 rund 200.000 Menschen inhaftiert, hiervon wurden über 20.000 von den Nazis ermordet.
Von 1945 - 1950 richtete die sowjetische Besatzungsmacht, im Rahmen der Entnazifizierung, innerhalb der Grenzen des alten KZ ein Sonderlager, in dem rund 60.000 Menschen inhaftiert wurden, ein. In dem Sonderlager starben knapp 12.000 Menschen an Hunger und Krankheiten.
Die Insassen des Lagers waren keine verurteilten Kriegsverbrecher. Alle in den sowjetischen Sonderlagern inhaftierten Personen wurden ohne Gerichtsurteil gefangen gehalten.
Die im Lager Sachsenhausen verstorbenen Häftlinge wurden in Massengräbern verscharrt. Nach Auflösung des Sonderlagers wurde ein Mantel des Schweigens über diesen Teil der Geschichte gelegt.
Die Bevölkerung sollte die Sowjetunion als Brudervolk und Befreier, nicht aber als Betreiber von Konzentrationslagern sehen. So wurde alles dafür getan dass die Massengräber vergessen werden.
Erst 1990 konnten die Gräber mit der Hilfe von Zeitzeugen lokalisiert werden. Heute sind die Grabstellen gesichert, als solche gekennzeichnet und mit Gedenksteinen, Kreuzen und Informationstafeln versehen.
Die gesamte Geschichte des Lagers haben andere weit besser, als ich es könnte, niedergeschrieben. Am Ende dieses Kapitels finden Sie Links zu vertieften Informationen.
Hinweis : Dieses Kapitel wurde anlässlich eines weiteren Besuchs der Gedenkstätte im Jahr 2026 ergänzt. Daher werden Ihnen einige Veränderungen der Gedenkstätte auffallen.
So wurden die beiden Bäume, die (perspektivisch gesehen) zwischen den beiden verbliebenen Lagerbaracken standen, zwischen 2024 und 2026 vom Lagergelände entfernt.













Ich kann naturgemäß nur einen kleinen Eindruck von der Gedenkstätte geben. Im Eingangsbereich, dem Besucherzentrum, ist der Geschichte des Lagers eine umfangreiche Ausstellung gewidmet.
Hier noch Links in denen Sie mehr Informationen über das KZ Sachsenhausen finden:
Die Website der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen :
https://www.sachsenhausen-sbg.de/
Die Seite von Wikipedia:
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