
Das Humboldtforum ist der dritte Bau der innerhalb eines Jahrhunderts an der selben Stelle steht. Einst stand hier das Stadtschloss.
Das ursprüglich hier stehende Stadtschloss war über Jahrhunderte die Residenz der Hohenzollern. Es war die Resizenz der Kurfürsten von Brandenburg. Der preussichen König Friedrich I. lies es zum Bachrockschloss umgestalten, ab 1871 war es die Winterresidenz der deutschen Kaiser.
Im 2. Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt, viele der dicken Mauern und Prunkräume waren jedoch noch erhalten. Am 07. September 1950 ließ die Regierung der DDR die Überreste des Stadtschlosses sprengen, der Hauptgrund war ideolischer Natur. Die SED - Führung betrachtete das Bauwerk als Symbol des preußischen Militarismus und des deutschen Imperialismus.
Nebenbei ließ sich so ein riesiger Platz für Massenaufmärsche schaffen.
Zwischen 1973 und 1976 wurde auf dem Ostteil des Areals der Palast der Republik errichtet. Das Gebäude diente vielfältigen Zwecken, so war in dem Gebäude von der Kegelbahn, über Cafes, Restaurants und Konzertsälen eine große Bandbreite an Angeboten für die Bevölkerung untergebracht.
Zuvorderst war der Palast der Republik das Tagungsgebäude der DDR - Volkskammer, dem nationalen Parlament der DDR.
Aufgrund der vielen, schnell etwas altbacken wirkenden Leuchten un dem Gebäude wurge der Palast manchmal spöttisch "Erichs ( Erich Honecker, DDR - Partei-und Staatschef) Lampenladen" genannt.
Nachbauten dieser Lampen können heute im Souvenirshop des Humboldtforums für
knapp € 4.000 erworben werden.
Nach dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes verlor der Palast seine Funktion als Parlamentsgebäude. Zudem stellte man fest, dass in dem Gebäude sehr viel Asbest verbaut wurde was die Atemluft belastete. Der Palat wurde geschlossen.
